Wer sich intensiver mit CBD-Produkten beschäftigt, stößt früh auf einen Begriff, der in Vollspektrum-Extrakten eine besondere Rolle spielt: CBG. Cannabigerol ist weniger bekannt als CBD oder THC – und doch nimmt es eine einzigartige Stellung innerhalb der Cannabinoide ein. Es wird als „Mutter-Cannabinoid“ bezeichnet, weil aus ihm biochemisch alle anderen wichtigen Cannabinoide entstehen.
Dieser Artikel erklärt, was CBG ist, wie es in der Hanfpflanze entsteht, was die Forschung bisher weiß – und warum es trotz seiner zentralen Rolle nur in sehr kleinen Mengen in reifen Hanfpflanzen vorkommt.
Grundlegende Informationen zu Cannabinoiden allgemein findest du in unserem Artikel Was ist CBD?
Was ist CBG?
Definition von Cannabigerol
CBG steht für Cannabigerol und ist ein natürlich vorkommendes Cannabinoid der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.). Cannabinoide sind eine Gruppe von Pflanzenstoffen, die ausschließlich in der Hanfpflanze produziert werden und mit dem menschlichen Endocannabinoid-System interagieren können.
CBG wurde erstmals 1964 von den israelischen Forschern Yehiel Gaoni und Raphael Mechoulam isoliert und chemisch charakterisiert – demselben Mechoulam, der auch THC und später das Endocannabinoid-System entscheidend mitentdeckte. Trotz dieser frühen Entdeckung blieb CBG lange im Schatten von CBD und THC. Erst in den letzten Jahren rückte es verstärkt in den Fokus der Cannabinoid-Forschung.
Einordnung innerhalb der Cannabinoide
Die Hanfpflanze produziert über 100 verschiedene Cannabinoide. Die bekanntesten sind:
- CBD (Cannabidiol) – nicht psychoaktiv, legal in Deutschland
- THC (Tetrahydrocannabinol) – psychoaktiv, verschreibungspflichtig
- CBG (Cannabigerol) – nicht psychoaktiv, Vorläufer aller anderen Cannabinoide
- CBN (Cannabinol) – entsteht durch Abbau von THC
- CBC (Cannabichromene) – nicht psychoaktiv, wenig erforscht
CBG nimmt innerhalb dieser Gruppe eine biochemisch einzigartige Stellung ein: Es ist kein Endprodukt der Pflanzensynthese, sondern ein Vorläufer. Mehr über die Unterschiede zwischen Cannabis, Nutzhanf und den einzelnen Cannabinoiden: Cannabis, Marihuana, Nutzhanf und CBD – Unterschiede erklärt.
Warum CBG als „Mutter-Cannabinoid“ bezeichnet wird
Der Begriff „Mutter-Cannabinoid“ bezieht sich auf die biochemische Rolle von CBG – genauer gesagt auf seine Säureform CBGA (Cannabigerolinsäure). CBGA ist der gemeinsame Vorläufer, aus dem die Hanfpflanze durch enzymatische Umwandlung die drei wichtigsten Cannabinoide synthetisiert:
- CBGA → CBDA (Cannabidiolinsäure, Vorläufer von CBD)
- CBGA → THCA (Tetrahydrocannabinolinsäure, Vorläufer von THC)
- CBGA → CBCA (Cannabichromensäure, Vorläufer von CBC)
Was nicht umgewandelt wird, bleibt als CBGA erhalten und wird durch Hitze oder UV-Licht zu CBG decarboxyliert. Da die Pflanze den Großteil des CBGA in andere Cannabinoide umwandelt, bleibt in reifen Pflanzen nur sehr wenig CBG übrig – typischerweise unter 1 % des Gesamtgewichts der Blüten.
Wie entsteht CBG in der Hanfpflanze?
Biosynthese in Cannabis sativa L.
Die Biosynthese der Cannabinoide beginnt mit einfachen organischen Verbindungen. Die Hanfpflanze synthetisiert zunächst Olivetolsäure und Geranylpyrophosphat. Diese beiden Verbindungen werden durch das Enzym CBGA-Synthase zu Cannabigerolinsäure (CBGA) verknüpft.
CBGA ist damit der erste Cannabinoid-Vorläufer in der Biosynthesekette – der Ausgangspunkt für alle weiteren Cannabinoide.
CBGA als Vorläufer vieler Cannabinoide
Sobald CBGA gebildet ist, greifen drei verschiedene Enzyme ein:
- CBDA-Synthase wandelt CBGA in CBDA um (Vorläufer von CBD)
- THCA-Synthase wandelt CBGA in THCA um (Vorläufer von THC)
- CBCA-Synthase wandelt CBGA in CBCA um (Vorläufer von CBC)
Welches Enzym dominiert, hängt von der Genetik der Pflanze ab. Nutzhanf-Sorten sind genetisch so selektiert, dass CBDA-Synthase überwiegt – daher enthalten sie viel CBD und wenig THC. Drogenhanf-Sorten haben eine Überlegenheit der THCA-Synthase.
Umwandlung während des Pflanzenwachstums
Während die Hanfpflanze reift, wird der Großteil des CBGA enzymatisch in CBDA, THCA und CBCA umgewandelt. Je reifer die Pflanze, desto weniger CBGA – und damit desto weniger CBG – ist noch vorhanden. Durch Decarboxylierung (Erhitzung oder UV-Licht) verlieren die Säureformen ihre Carboxylgruppe:
- CBGA → CBG
- CBDA → CBD
- THCA → THC
In reifen Hanfblüten ist CBG daher nur noch in Spuren vorhanden – typischerweise 0,1 bis 1 % des Trockengewichts.
Unterschied zwischen CBG, CBD und THC
| Merkmal | CBG (Cannabigerol) | CBD (Cannabidiol) | THC (Tetrahydrocannabinol) |
|---|---|---|---|
| Herkunft | Cannabis sativa L. | Cannabis sativa L. | Cannabis sativa L. |
| Biochemische Rolle | Vorläufer (aus CBGA) | Endprodukt (aus CBDA) | Endprodukt (aus THCA) |
| Psychoaktiv | Nein | Nein | Ja |
| Vorkommen in reifer Pflanze | Sehr gering (< 1 %) | Hoch (bis 20 %+) | Hoch in Drogenhanf |
| Bekanntheit | Gering, wachsend | Sehr hoch | Sehr hoch |
| Bindung CB1 | Schwach, partieller Antagonist | Sehr schwach | Starker Agonist |
| Bindung CB2 | Partieller Agonist | Sehr schwach | Partieller Agonist |
| Rechtslage DE | Legal (kein Grenzwert für CBG) | Legal (< 0,3 % THC) | Verschreibungspflichtig |
| Typische Verwendung | Vollspektrum-Extrakte, CBG-Öle | Öle, Blüten, Kosmetik | Medizinalcannabis |
Ausführlicher Vergleich von CBD und THC: CBD vs. THC – Unterschiede, Gemeinsamkeiten und was du wissen musst
Warum kommt CBG nur in kleinen Mengen vor?
Der Reifeprozess als entscheidender Faktor
CBG ist kein stabiles Endprodukt der Pflanzensynthese – es ist ein Zwischenprodukt. Je länger die Pflanze wächst und reift, desto mehr CBGA wird durch die pflanzeneigenen Enzyme in CBDA, THCA und CBCA umgewandelt. In einer vollständig ausgereiften Hanfpflanze ist der CBGA-Pool weitgehend aufgebraucht.
Das bedeutet: Der Zeitpunkt der Ernte ist entscheidend für den CBG-Gehalt. Früh geerntete Pflanzen enthalten mehr CBGA und damit mehr CBG – aber auch weniger CBD, da die Umwandlung noch nicht abgeschlossen ist.
Herausforderungen bei Anbau und Extraktion
Die geringe natürliche Konzentration von CBG stellt Anbauer und Hersteller vor besondere Herausforderungen:
- Für eine wirtschaftlich relevante Menge CBG werden deutlich größere Pflanzenmengen benötigt als für CBD
- Frühe Ernte für hohen CBG-Gehalt bedeutet geringere CBD-Ausbeute
- Spezielle CBG-reiche Sorten müssen züchterisch entwickelt werden
- Die Extraktion erfordert präzise Verfahren, um das empfindliche Cannabinoid zu erhalten
Diese Faktoren erklären, warum CBG-Produkte in der Regel teurer sind als vergleichbare CBD-Produkte.
Wie wird CBG gewonnen?
Spezielle CBG-reiche Hanfsorten
Durch gezielte Züchtung wurden in den letzten Jahren Hanfsorten entwickelt, die genetisch auf einen höheren CBG-Gehalt ausgelegt sind. Diese Sorten produzieren weniger CBDA-Synthase und mehr CBGA, das nicht vollständig umgewandelt wird. CBG-reiche Sorten können Gehalte von 5–10 % CBG erreichen – deutlich mehr als die typischen < 1 % in Standard-Nutzhanf.
Erntezeitpunkt
Der optimale Erntezeitpunkt für CBG liegt früher als für CBD. Etwa 6–8 Wochen nach der Blüte – bevor die Pflanze vollständig ausgereift ist – ist der CBGA-Gehalt am höchsten. Präzises Timing ist entscheidend: Zu früh bedeutet geringere Gesamtausbeute, zu spät bedeutet weniger CBG.
Extraktionsverfahren
Die gängigste Methode zur CBG-Gewinnung ist die CO₂-Extraktion – dasselbe Verfahren, das auch bei hochwertigen CBD-Ölen eingesetzt wird. Mehr über das Verfahren: CO₂-Extraktion von CBD – Wie hochwertiges CBD gewonnen wird.
Qualitätskontrolle
Wie bei CBD-Produkten ist auch bei CBG die unabhängige Laboranalyse (Certificate of Analysis, COA) das zentrale Qualitätsmerkmal. Ein COA dokumentiert:
- Genauen CBG-Gehalt
- Vollständiges Cannabinoid-Profil
- THC-Wert (gesetzlich relevant)
- Pestizid- und Schwermetallfreiheit
- Lösungsmittelrückstände
Was sagt die Forschung über CBG?
Was wissenschaftlich untersucht wird
CBG ist ein aktives Forschungsfeld, aber im Vergleich zu CBD und THC noch deutlich weniger untersucht. Die meisten vorliegenden Studien wurden an Zellkulturen oder Tiermodellen durchgeführt. Klinische Studien am Menschen sind noch begrenzt.
Forschende untersuchen CBG in folgenden Bereichen:
- Interaktion mit dem Endocannabinoid-System – insbesondere mit CB1- und CB2-Rezeptoren
- Antibakterielle Eigenschaften – Laborstudien untersuchten CBG gegen bestimmte Bakterienstämme, darunter MRSA
- Entzündungsmodulation – Untersuchungen an Tiermodellen zu entzündlichen Darmerkrankungen
- Neuroprotektive Eigenschaften – Zellkulturstudien zu neurodegenerativen Erkrankungsmodellen
- Appetitregulation – Tierstudien zu Fressverhalten
Wichtig: Diese Forschungsergebnisse stammen überwiegend aus Präklinik und Tierversuchen. Rückschlüsse auf den Menschen sind nicht gesichert. Wirkversprechen sind wissenschaftlich nicht gerechtfertigt.
Was bisher bekannt ist
Folgende Aussagen über CBG sind wissenschaftlich gut belegt:
- CBG ist nicht psychoaktiv – es verursacht keinen Rauschzustand
- CBG bindet an CB1-Rezeptoren als partieller Antagonist
- CBG bindet an CB2-Rezeptoren als partieller Agonist
- CBG interagiert zusätzlich mit Alpha-2-Adrenorezeptoren und 5-HT1A-Serotonin-Rezeptoren
- CBG hemmt die Wiederaufnahme von GABA (Gamma-Aminobuttersäure)
Grenzen der Forschung
- Kaum klinische Studien am Menschen
- Viele Studien mit sehr kleinen Stichproben
- Langzeitdaten fehlen weitgehend
- Optimale Dosierungen für den Menschen nicht definiert
CBG und das Endocannabinoid-System
Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein körpereigenes Signalsystem mit CB1- und CB2-Rezeptoren, Endocannabinoiden (Anandamid, 2-AG) und abbauenden Enzymen (FAAH, MAGL). Es reguliert Stimmung, Schlaf, Appetit, Schmerzwahrnehmung und Immunreaktionen.
Wie CBG mit dem ECS interagiert
CBG interagiert mit dem ECS auf eine andere Weise als CBD oder THC:
- THC ist ein starker direkter Agonist an CB1 – daher psychoaktiv
- CBD bindet nur sehr schwach an CB1 und CB2
- CBG bindet als partieller Antagonist an CB1 und als partieller Agonist an CB2
CBG als GABA-Wiederaufnahme-Hemmer
Eine gut dokumentierte Eigenschaft von CBG ist die Hemmung der GABA-Wiederaufnahme. GABA ist der wichtigste hemmende Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. Forschende untersuchen, welche physiologischen Konsequenzen das hat – abschließende Erkenntnisse für den Menschen liegen noch nicht vor.
Vollspektrum-Produkte und CBG
Was bedeutet Vollspektrum?
Vollspektrum (Full Spectrum) bezeichnet CBD-Produkte, die das vollständige natürliche Cannabinoid-Profil der Hanfpflanze enthalten – also nicht nur CBD, sondern auch CBG, CBN, CBC und Spuren von THC (unter 0,3 %). Mehr dazu: Vollspektrum vs. CBD Isolat – Was ist der Unterschied?
Rolle von CBG im Cannabinoid-Profil
In Vollspektrum-Extrakten ist CBG zwar in geringer Konzentration vorhanden – typischerweise 0,1 bis 1 % – aber es ist Teil des natürlichen Pflanzenprofils. Wie CBG Öl hergestellt wird und welche Rolle die Extraktion dabei spielt, erklärt unser Artikel CBD Öl Herstellung – Vom Hanffeld bis zur fertigen Flasche.
Der Entourage-Effekt
Der Entourage-Effekt ist ein wissenschaftliches Konzept, das das Zusammenspiel aller natürlichen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze beschreibt – Cannabinoide, Terpene und Flavonoide. CBG ist als Teil dieses Profils ein Bestandteil des Entourage-Effekts. Mehr dazu: Der Entourage-Effekt – Warum das vollständige Pflanzenprofil einen Unterschied macht.
Ist CBG legal in Deutschland?
Ja. CBG ist in Deutschland legal. Es gibt keinen spezifischen gesetzlichen Grenzwert für CBG selbst. Entscheidend ist der THC-Gehalt des Endprodukts: Produkte aus Nutzhanf mit einem THC-Gehalt unter 0,3 % sind in Deutschland legal erhältlich. Alle Details: CBD legal in Deutschland – aktuelle Rechtslage.
Häufige Fragen zu CBG
Was ist CBG?
CBG steht für Cannabigerol und ist ein natürlich vorkommendes Cannabinoid der Hanfpflanze. Es ist nicht psychoaktiv und gilt als biochemischer Vorläufer aller anderen wichtigen Cannabinoide.
Ist CBG psychoaktiv?
Nein. CBG hat keine psychoaktive Wirkung und verursacht keinen Rauschzustand.
Ist CBG legal in Deutschland?
Ja. CBG ist in Deutschland legal. Entscheidend ist der THC-Gehalt des Produkts: Unter 0,3 % THC sind Hanfprodukte in Deutschland legal erhältlich.
Was ist der Unterschied zwischen CBD und CBG?
Beide sind nicht-psychoaktive Cannabinoide aus der Hanfpflanze. CBG (genauer: CBGA) ist der Vorläufer, aus dem CBD in der Pflanze entsteht. CBG kommt in reifen Pflanzen in viel geringerer Konzentration vor als CBD.
Warum ist CBG so selten?
Weil die Hanfpflanze den Großteil des CBGA enzymatisch in CBDA, THCA und CBCA umwandelt. In reifen Pflanzen bleibt nur sehr wenig CBG übrig – typischerweise unter 1 %.
Wie wird CBG hergestellt?
CBG wird durch CO₂-Extraktion aus CBG-reichen Hanfsorten gewonnen. Entscheidend ist der Erntezeitpunkt: Früh geerntete Pflanzen enthalten mehr CBGA und damit mehr CBG.
Kommt CBG natürlich vor?
Ja. CBG kommt natürlich in der Hanfpflanze vor – allerdings in sehr geringen Mengen. In Vollspektrum-Extrakten ist CBG als natürlicher Bestandteil enthalten.
Was bedeutet „Mutter-Cannabinoid“?
Der Begriff bezieht sich auf die biochemische Rolle von CBGA in der Hanfpflanze. CBGA ist der gemeinsame Vorläufer, aus dem die Pflanze CBDA (Vorläufer von CBD), THCA (Vorläufer von THC) und CBCA synthetisiert.
Ist CBG in Vollspektrum-CBD-Produkten enthalten?
Ja. Hochwertige Vollspektrum-Extrakte enthalten das vollständige natürliche Cannabinoid-Profil der Hanfpflanze – darunter auch CBG in geringen Mengen.
Fazit
CBG (Cannabigerol) ist eines der faszinierendsten Cannabinoide der Hanfpflanze – nicht wegen seiner Menge, sondern wegen seiner biochemischen Bedeutung. Als Vorläufer aller anderen wichtigen Cannabinoide nimmt CBGA eine einzigartige Stellung in der Biosynthese von Cannabis sativa L. ein. CBG selbst ist nicht psychoaktiv, in Deutschland legal und Bestandteil des natürlichen Cannabinoid-Profils hochwertiger Vollspektrum-Produkte.
→ Was ist CBD? – Grundlagen erklärt
→ Das Endocannabinoid-System – Wie CBD im Körper wirkt
→ CO₂-Extraktion von CBD
→ CBD Öl Herstellung
→ Der Entourage-Effekt
→ Vollspektrum vs. CBD Isolat
→ CBD legal in Deutschland
Wissenschaftliche Quellen
- Gaoni Y, Mechoulam R (1964): Isolation, structure and partial synthesis of an active constituent of hashish. Journal of the American Chemical Society, 86(8), 1646–1647.
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- Borrelli F et al. (2013): Beneficial effect of the non-psychotropic plant cannabinoid cannabigerol on experimental inflammatory bowel disease. Biochemical Pharmacology, 85(9), 1306–1316.
- Appendino G et al. (2008): Antibacterial cannabinoids from Cannabis sativa. Journal of Natural Products, 71(8), 1427–1430.
- Cascio MG et al. (2010): Evidence that the plant cannabinoid cannabigerol is a highly potent alpha2-adrenoceptor agonist. British Journal of Pharmacology, 159(1), 129–141.
- Nachnani R et al. (2021): The Non-Psychoactive Phytocannabinoid Cannabigerol (CBG). Molecules, 26(19), 5965.
